05.02.2026

Zwei Welten und kaum Brücken

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Im Rahmen unseres Mandates für den Kanton Zug im Jahr 2025 ging es darum herauszufinden, wie die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt besser gelingen kann. Es wird bereits vieles unternommen, zahlreiche Akteure sind aktiv und trotzdem scheint es oft schwierig bis unmöglich, genügend passende Jobs zu finden – auch für Menschen mit einer leichten Behinderung.

Wir stellen fest, dass heute eine grosse Zahl an Menschen mit Unterstützungsbedarf in einer sozialen Einrichtung täglich einer Arbeit mit Lohn nachgehen, obwohl sie auch im regulären Arbeitsmarkt eine passende Aufgabe übernehmen könnten. Für diese Personen eine Stelle zu finden wäre in vielen Fällen möglich.

Es gibt zahlreiche sehr gute Beispiele, die genau das beweisen. In der Summe bleibt es aber ein Tropfen auf den heissen Stein. Woran liegt das, warum können es nicht mehr Erfolgsgeschichten sein. Was muss getan werden, um die Inklusion in den Arbeitsmarkt signifikant zu verbessern?

Unserer Meinung und Erfahrung nach fehlt vor allem eines: die Zusammenarbeit zwischen der sozialen Welt und der Wirtschaft. Viele werden behaupten, dass es diese schon lange gibt. Ja und nein ist unsere Antwort darauf. Man findet die guten Beispiele und Initiativen, die aufgrund einer Kooperation entstanden sind. Bei genauer Betrachtung war der Schlüssel aber meist das Engagement einzelner Personen, die sich mit Nachdruck für das Thema einsetzen. Auf beiden Seiten. 

Das ist nicht systematisch und auch nicht nachhaltig. Kleine Erfolge können regelmässig gefeiert werden, die grossen Schritte bleiben aber aus. Um diese zu ermöglichen, braucht es ein jeweils viel besseres Verständnis für die Anliegen des Gegenübers. Das gelingt nur mit einem Austausch auf Augenhöhe.

In der Realität besteht meist ein Gefälle zwischen denen, die Menschen mit Unterstützungsbedarf an ein Unternehmen vermitteln wollen, und den Ansprechpartnern in den Firmen. Die einen kommen als Bittsteller, die anderen haben keinen klaren Auftrag, sich aktiv zu engagieren. Für viele Unternehmen klingt Inklusion erst einmal kompliziert, aufwändig und mit Kosten verbunden.

Genau darum braucht es Initiativen, die das Verständnis und die Zusammenarbeit übergreifend fördern. Auf der einen Seite hat die Wirtschaft ihre eigenen Gesetze und es ist einer Firma nicht immer möglich, unmittelbar das zu tun, was auf den ersten Blick angebracht wäre. Das kann unterschiedliche und sogar gute Gründe haben. 

Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen auf der anderen Seite ist kein Wunsch, sondern im Gesetz verankert. Trotzdem sind reine Forderungen nicht zielführend. Es braucht frische Ideen und konstruktive Vorschläge, wie auf die Rahmenbedingungen der Unternehmen eingegangen und gleichzeitig dem Recht von Menschen mit Behinderungen auf Inklusion entsprochen werden kann.

Genau an diesem und einigen weiteren Themen werden wir in den kommenden Monaten im Rahmen unserer Projekte im und mit dem Kanton Zug intensiv arbeiten. Wie gelingt es, alle Akteure in der sozialen Welt und die Wirtschaft näher zusammenzuführen, so dass auf beiden Seiten eine Sensibilisierung für die jeweilige Situation des anderen stattfindet? Was ist ein erfolgsversprechender und realistischer Weg nach vorne, um die Inklusion in den Arbeitsmarkt für ganz viele Menschen mit Behinderungen zu ermöglichen? Wie können wir tragfähige Brücken von der einen Seite auf die andere bauen?

Grundvoraussetzungen sind das Verständnis von Unternehmen, die Inklusion nicht als soziales Projekt, sondern als wirtschaftliches Potential zu sehen. Es muss der Wille von allen vorhanden sein, auf Augenhöhe zu diskutieren, Hindernisse transparent zu benennen und umsetzbare Lösungen dafür zu finden. 

Es braucht sämtliche Akteure und Stakeholder, um einen nächsten Schritt zu machen. Genügend sehr gute Gründe sind vorhanden, sich gemeinsam für mehr Inklusion in den Arbeitsmarkt einzusetzen. Wir sind unterwegs und freuen uns auf motivierte Partner und Wegbegleiter.


Text: Benno Stäheli / Bild: freepik.com

Mit Conclood schaffen wir gemeinsam Chancen für alle. Unsere digitale Plattform und Expertise ermöglichen es, Menschen mit Unterstützungsbedarf auf innovative und nachhaltige Weise in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Copyright © 2026

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