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  • AutorenbildBenno Stäheli

Herausforderung Inklusion



Die Umsetzung von Inklusion von Menschen mit Unterstützungsbedarf ist aus verschiedenen Gründen eine Herausforderung. Wichtig ist erst einmal zu verstehen, dass der Erfolg massgebend von einem ganzheitlichen Ansatz abhängig ist. Das heisst nichts anderes, als dass die ganze Gesellschaft, die Regierung, die Bildungseinrichtungen, die Arbeitgeber und eine breite Öffentlichkeit die Bestrebungen nach Inklusion nachhaltig und aus Überzeugung unterstützen.

 

Die Komplexität ist ein weiterer Faktor, der vieles erschwert. Es gibt verschiedene Hürden, die einer raschen Umsetzung entgegenstehen. Zwei gewichtige wollen wir beleuchten.

 

Es ist sicher nicht falsch zu behaupten, dass heute bei einer Mehrheit der Schweizer Bevölkerung eine geringe Sensibilisierung und teils auch Akzeptanz vorhanden ist für die Bedürfnisse und Anliegen von Menschen mit Unterstützungsbedarf. Stereotype, Vorurteile und Stigmatisierung können gar zu Ausgrenzung führen. Es braucht nach wie vor grosse Bemühungen in der Aufklärung und Information. Erfreulicherweise wird dies 2024 von vielen Interessengruppen und Initiativen aktiv angegangen. Wir sind überzeugt, dass in diesem Jahr in kurzer Zeit mehr erreicht werden kann als in vielen Jahren zuvor. Mit Conclood wollen wir schon heute, aber auch in Zukunft, einen substanziellen Betrag leisten, um die Öffentlichkeit und die Arbeitgeber weiter und vor allem nachhaltig zu sensibilisieren. Das hilft dem Transformationsprozess hin zu einer inklusiven Gesellschaft.

 

Die Arbeitgeber stehen für uns dabei im Fokus. Menschen mit Behinderungen stossen oft auf grosse Schwierigkeiten, eine Stelle im ersten Arbeitsmarkt zu finden. Unternehmen zögern, Menschen mit bestimmten Behinderungen einzustellen. Es gibt viele Gründe dafür. Angefangen von Vorurteilen und Unkenntnis über ihre Fähigkeiten bis hin zu physischen oder finanziellen Hindernissen. Letztere lassen sich in einem wohlhabenden Land wie der Schweiz beseitigen, wenn der Wille dazu vorhanden ist. Es fehlen aber Anreize, sich zu engagieren, weil eine grosse Mehrheit der Arbeitgeber das Resultat gelungener Inklusion nicht genügend wahrnimmt. Da tun wenige sehr viel Gutes und kaum jemand weiss davon. Oder man redet nur in der eigenen Bubble darüber und meint fälschlicherweise, dass andere die Botschaften auch hören. Es gibt erstklassige Beispiele dafür, dass es durchaus gelingen kann, Menschen mit Behinderungen im eigenen Unternehmen zu integrieren und so Inklusion zu leben. Diese Erfolgsgeschichten müssen an die richtigen Stellen kommuniziert werden.

 

Eine wesentliche Aufgabe von Conclood wird sein, anhand der Projekte auf der Plattform die Unternehmen in der Schweiz aufzuklären, wie echte Inklusion gelebt wird und überall gelingen kann. So werden Anreize geschaffen. Auf inspirierende Weise soll erkannt werden, dass es oft gar nicht viel braucht, um selbst aktiv zu werden. Das oberste Ziel für uns: langfristig möglichst viele Unternehmen in der Schweiz dazu bewegen, Menschen mit Unterstützungsbedarf aus Überzeugung bei sich einzustellen.

 

Kurz- und Mittelfristig bieten wir den Firmen die Möglichkeit, sich finanziell an den verschiedensten innovativen Projekten aus dem sozialen Bereich zu beteiligen, und so mindestens indirekt die Inklusion zu fördern, wenn sie aus bestimmten Gründen diese selbst noch nicht oder nur teilweise im Betrieb umsetzen können. Wertvoll sind nicht nur die Mittel, die so gezielt in die Projekte fliessen, ebenso wichtig ist der Umstand, dass sich Unternehmen aktiv mit der Projektauswahl befassen müssen und so unmittelbar eine Sensibilisierung schweizweit in ganz vielen Unternehmen stattfindet. Dies wird die Akzeptanz von Inklusion in der ganzen Gesellschaft direkt fördern.

 

Wir sind erst am Anfang, haben aber eine klare Vision und eine konkrete Vorstellung, wie wir unsere Ziele erreichen können. Dafür werden wir uns 2024 mit aller Kraft einsetzen, damit die Inklusion von Menschen mit Behinderungen auch in der Schweiz ganz selbstverständlich wird.


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